Altersarmut vorbeugen – Warum Frauen selbst aktiv werden sollten

Mit Lebensprävention Altersarmut vorbeugen - Warum Frauen selbst aktiv werden sollten
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Für Frauen in Deutschland ist Altersarmut eine reale Bedrohung. Am Ende ihres Erwerbslebens stehen sie häufig mit Renten da, die kaum das Überleben sichern. In keinem OECD-Land ist die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern größer als in Deutschland. Dennoch verdrängen viele Frauen das Problem und sorgen nicht privat fürs Alter vor. Das Abwarten aber verschärft die Situation. So empfehlen Rentenexperten ein möglichst frühzeitiges zusätzliches Absichern – auch bei geringem Einkommen.

 

49 Prozent der Frauen sorgen nicht privat für die Rente vor
In einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK Versicherungen gaben 49 Prozent der befragten Frauen an, dass sie privat nicht für ihr Rentenalter vorsorgen. Diese Zurückhaltung hat mehrere Ursachen: Viele Frauen entscheiden sich für eine längere Auszeit, wenn sie Kinder bekommen, arbeiten nur in Teilzeit oder in einem Minijob und bevorzugen Dienstleistungsberufe, die leider eher schlecht vergütet werden. Dadurch erwerben sie nicht nur geringere Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern haben auch weniger Geld für die private Altersvorsorge. Noch immer läuft die finanzielle Planung des Ruhestands in vielen Familien über den Hauptverdiener – meist also über den Ehemann. Erfolgen die Vorsorgenmaßnahmen aber nicht unter ihrem Namen, können Frauen im Alter eine böse Überraschung erleben. In Deutschland wird fast jede zweite Ehe geschieden, dazu überleben Frauen ihre Ehepartner im statistischen Durchschnitt um viele Jahre. Zwar haben Hinterbliebene dann Anspruch auf die Rente des Verstorbenen, allerdings nicht in voller Höhe und nicht in jedem Fall zeitlich unbegrenzt.

 

Mehr Verantwortung übernehmen
„Um finanziell besser fürs Alter gerüstet zu sein, sollten Frauen mehr Verantwortung übernehmen. Gerade wenn sie sich für längere Auszeiten oder Teilzeit-Jobs entscheiden, ist eine private Altersvorsorge besonders wichtig“, erklärt Jörg Gebhardt, Leiter Hauptabteilung Leben der DEVK Versicherungen. Und die sei auch mit geringerem Einkommen möglich. Es gibt eine ganze Menge Sparformen, bei denen man schon relativ kleinteilig sparen kann. Die YouGov-Umfrage zeigt zudem, dass auch Frauen, die fürs Alter vorsorgen, sich seltener für risikoreichere, potenziell renditestarke Anlageformen wie Aktien und Fondsprodukte entscheiden. Auch das hat spürbare Auswirkungen auf die finanziellen Möglichkeiten im Alter.(djd).

 

Beratungsangebote nutzen
(djd). Die Rentenlücke trifft Frauen besonders hart. Als Hauptgründe für Altersarmut sehen die Deutschen laut einer aktuellen YouGov-Umfrage geringes Einkommen (58 Prozent), lange Kindererziehungszeiten (50 Prozent) und die Folgen von Teilzeitbeschäftigung (46 Prozent). Nur 22 Prozent der Befragten machen für Altersarmut fehlende oder unzureichende private Vorsorge verantwortlich. Dieser niedrige Wert legt nahe, dass die Bedeutung der eigenen privaten Altersvorsorge stark unterschätzt wird. Ein erster Schritt, um aktiv etwas gegen die drohende Altersarmut zu tun, ist es, sich beraten zu lassen. Informationen über verschiedene Vorsorgeformen finden sich etwa unter devk.de/frauensorgenvor.

 

 

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